Arbeit ist wichtig für die Emanzipation des Menschen, da dieser durch sie sich persönlich entfalten und seine individuellen Fähigkeiten vollständig entwickeln kann. Die derzeitige Beschäftigungssituation zeichnet in vielen Bereichen ein deprimierendes Bild. Arbeitszeiten steigen, Löhne sinken, die Mitbestimmung der Beschäftigten wird auf ein Minimum reduziert und die Angst vor Arbeitslosigkeit wird als allgemeines Druckmittel benutzt. Von diesen Entwicklungen sind junge Auszubildende und junge Beschäftigte überdurchschnittlich betroffen.
Wir Jusos machen uns daher für eine gute Arbeit und Ausbildung stark. Dazu zählen für ein Recht auf ausreichend qualitativ hochwertige Ausbildungsplätze, sowie die Einführung einer Ausbildungsplatzumlage, da es die soziale Pflicht der Wirtschaft ist, ein auswahlfähiges Angebot an Ausbildungsplätzen zur Verfügung zu stellen und diese zu finanzieren. In diesem Zusammenhang muss Qualität der Ausbildung verbessert und deren duales System gefördert werden.
Desweiteren müssen Auszubildende vor Überforderung, Überbeanspruchung und vor möglichen Gefahren am Arbeitsplatz durch ein stärkeres Jugendarbeitsschutzgesetz geschützt werden, es muss eine wirkungsvolle Interessenvertretung und Mitbestimmung gewährleistet werden und es muss eine einheitliche Mindestausbildungsvergütung als unterste Grenze der Entlohnung festgelegt werden.
Aber auch gute Arbeit heißt gute Entlohnung, weshalb wir Jusos Lohnerhöhungen unterstützen und uns für einen bundesweiten, gesetzlichen, branchen-, alters- und qualifikationsunabhängigen Mindestlohn einsetzen.
Wir Jusos wollen eine Reduzierung der Arbeitszeit zugunsten einer höheren Beschäftigungsquote, die betriebliche Mitbestimmung und die Solidarität zwischen den Beschäftigten stärken, bis hin zu einer demokratischen Wirtschaft in der die Beschäftigten umfassend über die Entscheidungen des Unternehmens mitbestimmen und eine gleiche Entlohnung gleichwertiger Arbeit.