Aktuell

„Atomkraft: Schluss jetzt!“ – Anti-AKW-Demo in Berlin

Am 15. September 2010 von Charlotte Rosa Dick in Aktionen, Anti-Atom

Spektakulärer konnte eine Anti-Atom-Demo nicht sein – etwa 100.000 Menschen protestierten am vergangenen Sonnabend lautstark im Berliner Regierungsviertel gegen die von schwarz-gelb geplante Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke. Aus dem ganzen Bundesgebiet waren Demonstrantinnen und Demonstranten angereist, um so ein Zeichen gegen die atompolitischen Pläne der Bundesregierung zu setzen. Das breite Bündnis hatte eine klare Botschaft: „Atomkraft: Schluss jetzt!“

Mit einem riesigen Transparent „Weltatomerbe Braunschweiger Land“ war das „Braunschweiger Land“ mit einer eigenen und bündnisübergreifenden gemeinsamen Identifikationsaktion vertreten. Das Bündnis machte damit auf die Atommüll-Endlagerproblematik in unserer Region aufmerksam. Denn mit der Asse, dem Schacht Konrad und Morsleben ist unsere Region aktuell das Atomklo der Republik. „Mit unserer gemeinsamen Aktion wollen wir verdeutlichen, dass Atomenergie und Atommüll untrennbar miteinander verbunden sind. Eine Laufzeitverlängerung bedeutet noch mehr Atommüll ins Braunschweiger Land und damit verbundenen weiteren Kosten für die Bürgerinnen und Bürger“, so Heike Wiegel vom Asse-II-Koordinationskreis.

Auch unzählige SPD- und Juso-Mitglieder aus dem Bezirk Braunschweig waren auf der Demo in Berlin. Für die SPD ist die geplante Laufzeitverlängerung ein Energiepolitischer Gau. Ganz unbeachtet von der Endlagerproblematik wird die Monopolstellung der vier Großen Energiekonzerne durch die Verlängerung der Restlaufzeiten weiter ausgebaut. „Die Folgen mag sich noch keiner ausrechnen, denn durch die Pläne der Bundesregierung werden Erneuerbare Energien sowie Energieversorger vor Ort nun mindestens bis ins Jahre 2040 mit der subventionierten Atomenergie konkurrieren“, so William Labitzke von SPD-Arbeitskreis Klimaschutz und Energie in Braunschweig.

Die Anti-Atom-Demonstration in Berlin richtete sich gegen die aktuellen Pläne der schwarz-gelben Bundesregierung, die Laufzeiten der Atomkraftwerke um durchschnittlich zwölf Jahre zu verlängern. Diese Demo war erst der Anfang einer Reihe weiterer Proteste zum „Heißen Atom-Herbst“. Viele Bündnisse werden mit unzähligen Aktionen vor Ort weiter Druck auf die Bundesregierung machen. Höhepunkt soll dann das „Castor-Camp“ sein, wenn im November wieder der Castortransport nach Gorleben rollt. Zur Auftaktdemo am 6. November in Dannenberg laden wir deswegen alle herzlich ein!

Eine Bildzusammenstellung der Bus-Mitreisenden findet ihr HIER

Am 9. Juni: Bildungsstreik!

Am 5. Juni 2010 von Charlotte Rosa Dick in Aktionen, Bildung

Die Missstände im Bildungsbereich sind auf Entwicklungen zurückzuführen, die auch andere Lebensbereiche betreffen: Die Ausrichtung der Gesellschaft an wirtschaftlichen anstatt an gemeinwohlorientierten Interessen. Die Reformen der letzten Jahre wie Kopfnoten und Lehrzeitverkürzungen (G8), Studiengebühren und Bachelor/Master, Demokratieabbau an Hochschulen und Schulen, Privatisierungen und der Abbau der Mitbestimmungsrechte in den Betrieben entspringen diesem neoliberalen Leistungs- und Wettbewerbsgedanken.

Bildung wird nicht als Teil des selbstbestimmten Lebens gesehen, sondern lediglich als eine Investition in den beruflichen Werdegang. Nicht emanzipatorische Bildung steht im Mittelpunkt des Systems, sondern die Verwertbarkeit des Menschen als Humankapital für Wirtschaft und Arbeitsmarkt. Trotz des vorhandenen gesellschaftlichen Reichtums wird unsere Bildung weiter konsequent unterfinanziert. Diese Entwicklung ist nicht weiter hinnehmbar.

Gegen den Nazi-Aufmarsch in Hildesheim gemeinsam demonstrieren

Am 28. Mai 2010 von Charlotte Rosa Dick in Aktionen, Gegen Rechts

Am 5. Juni 2010 wollen in Hildesheim Nazis aufmarschieren. An dem Tag, an dem die Hildesheimer Bürger mit vielen europäischen Gästen das Michaelisfest feiern wollen, provozieren Nazis mit der Verbreitung ihres faschistischen Gedankengutes. Sie reden von “Überfremdung” und verbreiten ihre menschenverachtende Hetze. Wer den Nationalsozialismus verherrlicht, wer gegen Menschen aufgrund ihres Glaubens, ihrer Herkunft oder ihrer Einstellung hetzt und Menschen deswegen bedroht und attackiert, hat bei uns keine Zukunft.

Rechtsextremistisches Denken entsteht nicht im luftleeren Raum. Es ist das Ergebnis von vielen in der Gesellschaft weit verbreiteten Einstellungen. So haben in den letzten Jahren Rassismus, Antisemitismus und Nationalismus zugenommen. Durch diese Einstellungen werden Menschen ausgegrenzt und zu Unrecht zu Schuldigen für gesellschaftliche Probleme erklärt und bedroht.

Dieser Bedrohung stellen wir uns entgegen, wir überlassen den öffentlichen Raum nicht den Nazis! Ihrer menschenverachtenden Ideologie setzen wir unsere Werte einer solidarischen, freiheitlichen und demokratischen Gesellschaft entgegen. Wir fordern alle Menschen auf, in Betrieben und Verwaltungen, in Schulen und Hochschulen, in der Politik, in Kirchen, im privaten Umfeld und in Vereinen und Verbänden für diese Werte im Alltag einzutreten.

Wir rufen alle auf: Demonstrieren Sie mit uns gegen den braunen Aufmarsch:
Samstag, 5. Juni 2010, 11:00 Uhr, Angoulêmeplatz, Hildesheim

Stefan Hillger zum Juso-Bezirksvorsitzenden gewählt

Am 28. Mai 2010 von Dennis Morhardt in Neuigkeiten

Am 02. Mai 2010 haben die Jusos bei ihr diesjährigen Bezirkskonferenz Stefan Hillger mit großer Mehrheit zu ihrem neuen Vorsitzenden gewählt. Auf der ganztägigen Konferenz in der Wolfenbütteler Lindenhalle haben sie zudem eine Reihe umfangreicher Anträge beschlossen und ihrer Arbeit damit inhaltlich und organisatorisch eine neue Grundlage gegeben.

Nachdem er mit mehr als 70 % der Stimmen zum neuen Bezirksvorsitzenden gewählt wurde, bedankte sich Hillger für das in ihn gesetzte Vertrauen und kündigte für das kommende Jahr intensive inhaltliche Arbeit an: „Besonders im Fokus steht für mich das Thema Kommunale Daseinsfürsorge. Es ist für mich eine zentrale Frage, wie wir es in Zukunft schaffen können, wichtige Produkte und Dienstleistungen allen Menschen zur Verfügung zu stellen, um ihnen Teilhabe und ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen“, so der 28-jährige Braunschweiger.

Stefan Hillger werden im neuen Juso-Bezirksvorstand vier Stellvertreterinnen zur Seite stehen: Fredericke Riesen (17, Goslar), Miriam Kielhorn (26, Peine) Sandra Müller (21, Gifhorn), und Nadine Hermann (27, Braunschweig) .„Dass in dem neuen Vorstand vier Frauen vertreten sind, werte ich als Zeichen dafür, dass wir als Jusos im Bezirk Braunschweig beim Thema Gleichstellung auf einem guten Weg sind. Ich freue mich auf eine gute Zusammenarbeit“, betonte Hillger.

Neben den Wahlen stand für die knapp 60 Delegierten auf der Konferenz auch die Diskussion und Abstimmung über eine Vielzahl von den Unterbezirken eingebrachter Anträge auf dem Programm. So beschlossen die Jusos in ihrem Leitantrag, künftig in acht Projekten an einzelnen inhaltlichen Themen zu arbeiten. „So wollen wir alle Jusos im Bezirk die Möglichkeit geben, sich an der politischen Arbeit zu beteiligen“, erläuterte Hillger das Konzept.

KETTENreAKTION: Atomkraft abschalten!

Am 12. April 2010 von Charlotte Rosa Dick in Neuigkeiten

Am Samstag, den 24. April 2010, wird es unter dem Motto “KETTENreAKTION: Atomkraft abschalten!” die große Aktions- und Menschenkette zwischen den Atomkraftwerken Brunsbüttel und Krümmel und durch Hamburg geben. Zigtausende werden auf ca. 120 Kilometern ein starkes Zeichen für das Ende der Atomenergie und eine zukunftsfähige, ökologische Energiewende setzen.

Als betroffene Region müssen wir diese Aktion unbedingt unterstützen, daher fährt für die SPD ein eigener Bus nach Bruckdorf. Karten gibt es im Büro der SPD Salzgitter (Telefon: 05341-43082 oder per Mail:sabine.bosse@spd.de) für 13 Euro. Unsere Abfahrtszeiten sind folgende:

  • 8:30 Uhr Salzgitter-Lebenstedt: Rathaus
  • 8:40 Uhr Salzgitter-Gebhardshagen: Gasthaus Keune
  • 8:50 Uhr Salzgitter-Bad: Polizei